Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Objekte, 15.03.-17.05.2026, Bargheer Museum Hamburg, Eröffnung: Sonntag 15.03.2026. Safe the date!

Das Netzwerk UBiQUA arbeitet eng mit dem Nachlass von Rudolf Kügler zusammen und freut sich, diese Ausstellung vermittelt zu haben. Der Gründer und Leiter des Bargheer Museums Dirk Justus hat die Ausstellung kuratiert.
In den Werken des Hamburgers Eduard Bargheer (1901–1979) und des Berliners Rudolf Kügler (1921–2013) erscheint das Fenster als vieldeutiges Motiv: als Öffnung und Grenze, als Blick nach außen oder als Bild im Bild. Mal strukturiert es die Komposition, mal verweist es auf Übergänge zwischen Raum, Wahrnehmung und Vorstellung. In ihrer jeweils modernen Bildsprache knüpfen beide Künstler an eine lange Tradition der Kunstgeschichte an – und führen sie auf eigene Weise weiter.
Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft und der Verfolgung der Moderne im Rahmen der Diffamierung als „Entartete Kunst“ erwachte in Deutschland erneut das Interesse an Künstlern, die an die Moderne anknüpften. Vor diesem Hintergrund ist es kein Zufall, dass der zwanzig Jahre jüngere Rudolf Kügler und Eduard Bargheer, dessen Werk während der NS-Zeit verfemt war und der 1939 nach Italien emigrierte, gemeinsam auf bedeutenden internationalen Ausstellungen wie der Biennale von São Paulo (1955) und der documenta II (1959) vertreten waren.
Darüber hinaus lassen sich weitere Parallelen zwischen beiden Künstlern erkennen. Beide fühlten sich vom Licht des Mittelmeerraums angezogen: Bargheer lebte viele Jahre auf Ischia, Kügler auf Ibiza. Zudem verband sie ein ausgeprägtes Interesse an Nordafrika. Bereits 1956 wurde Kügler Professor an der Hochschule der bildenden Künste Berlin, zunächst für die Emailklasse, später für freie Malerei. Er widmete sich intensiv der Lehre, wodurch seine Ausstellungstätigkeit zunehmend in den Hintergrund trat und sein Werk aus dem öffentlichen Blick geriet.
Die Ausstellung versteht sich daher auch als erste Wiederentdeckung eines bedeutenden künstlerischen Œuvres und als Dialog zweier Positionen, die trotz unterschiedlicher Generationen eine gemeinsame künstlerische Haltung verbindet.
